
Die sozialdemokratische Partei ist die traditionsreichste deutsche Partei. Seit
fast 140 Jahren setzt sie sich für Freiheit und soziale Gerechtigkeit ein. Wie keine andere Partei steht die SPD für Demokratie und Fortschritt. Ihre Wurzeln reichen bis in die Zeit der Revolution von 1848 zurück. Bundesfraktion der SPDim deutschen Bundestag: Nach der Bundestagswahl am 22. September 2002 setzt sich die SPD-Bundestagsfraktion für die 15. Legislaturperiode aus 251 Abgeordneten zusammen.
Am 11./12. Dezember 1948 wurde die FDP (Freien Demokratischen Partei) unter Vorsitz von Theodor Heuss gegründet. Die FDP stellt 47 Mandatsträger im deutschen Bundestag.

Die Abgeordneten von CDU und CSU haben nach der Bundestagswahl am 22. September
2002 eine Fraktionsgemeinschaft gebildet. In der 15. Wahlperiode sind sie
zusammen mit 247 Abgeordneten vertreten: Die CDU stellt 189 Mandatsträger, die CSU 58.
Die CDU Deutschlands wurde im Juni 1945 in Berlin und im Rheinland gegründet. Sie organisierte sich 1945 bis 1949 in den deutschen Ländern und Besatzungszonen und schloß sich 1950 auf Bundesebene zusammen. Ziel der CDU war es, alle christlich orientierten Kräfte in einer "Union" zu sammeln. Das staatliche Leben sollte auf christlicher, demokratischer und föderaler Grundlage aufgebaut werden. Erster und unsere Partei prägender Vorsitzender wurde Konrad Adenauer.
Die CSU-Landesgruppe besteht seit 1949 als eigenständiger Zusammenschluss der bayerischen CSU-Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Seither haben sie zu Beginn einer jeden Legislaturperiode entschieden, mit den Abgeordneten der CDU eine Fraktionsgemeinschaft zu bilden.
Seit der Bundestagswahl vom September 2002 stellt die CSU in der laufenden 15. Legislaturperiode 58 von 247 Bundestagsabgeordneten der gemeinsamen CDU/CSU-Fraktion. Damit ist die CSU bereits zum elften Mal als bundesweit drittstärkte Partei aus den Wahlen hervorgegangen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind eine junge Partei. Unsere Wurzeln liegen in der Umwelt-, der Friedens-, der Anti-Atom- und der Frauenbewegung der 70er Jahre, die man zusammenfassend auch Neue Soziale Bewegungen nennt. Es ist uns gelungen, wovon jede Jugend träumt: Die erstarrte Gesellschaft, die wir vorfanden in Bewegung zu bringen. Wir haben von Anfang an Politik mit Blick auf zukünftige Generationen gemacht. Am 16./17. März 1979 gründeten rund 500 Delegierte aus verschiedenen Initiativen anlässlich der Europawahl das Listenbündnis DIE GRÜNEN, das als „Sonstige politische Vereinigung (SPV)“ zur Wahl antrat. Die Bundespartei DIE GRÜNEN wurde am 12./13. Januar 1980 in Karlsruhe gegründet. Nach der Wende, 1993 haben sich die im Bündnis 90 zusammengeschlossenen Bürgerrechtsbewegungen der ehemaligen DDR und die westdeutschen GRÜNEN zur jetzigen Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vereinigt
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, das sind 55 Abgeordnete, 33 Frauen und 22 Männer.
Die Partei "Arbeit & soziale Gerechtigkeit" hat auf ihrem ersten Parteitag in Dortmund mit programmatischen Festlegungen und innerparteilichen Wahlen ihren Anspruch als Wahlalternative zu dem bisherigen Politikangebot unterstrichen.
351 Delegierte hatten auf dem ersten Parteitag vom 6. bis 8. Mai in einer konstruktiven Atmosphäre ein großes Arbeitspensum zu bewältigen. Im Selbstverständnis der Partei sind dieser Parteitag und die Beteiligung an den Landtagswahlen in NRW Zwischenetappen auf dem Weg, eine wählbare Alternative für die Bundestagswahlen 2006 für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Der Parteitag verabschiedete mit großer Mehrheit einen Leitantrag, in welchem noch einmal das politische Selbstverständnis betont wird:
Die Partei "Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative" setzt sich für eine solidarische Reformpolitik und einen grundlegenden Politikwechsel ein. Sie tritt zu den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen als wählbare politische Alternative an. Die Partei "Arbeit & soziale Gerechtigkeit" will zusammen mit vielen oppositionellen Initiativen und Protestpotentialen gegen die neoliberale Politik eine gesellschaftliche Mehrheit für politische Alternativen schaffen. Es gibt realisierbare und realistische Alternativen zum entfesselten Kapitalismus. Es geht zentral darum, einen Beitrag zur Erhöhung der Wahlbeteiligung und des aktiven Engagements der BürgerInnen zu leisten. Dies ist nur möglich, wenn Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit in der Politik wieder hergestellt werden. Wahlbetrug und politische Korruption muss endlich ein Ende haben. Nur dann wird es eine Mehrheit für einen grundlegenden Kurswechsel in der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik geben. Der Kern der programmatischen Festlegungen lautet:
- Im Mittelpunkt steht die Stärkung der Binnenwirtschaft und ihre Ausrichtung auf sozial und ökologisch sinnvolle Güter und Dienstleistungen.
- Die WASG will einen öffentlichen Sektor, starke Genossenschaften und Sozialbetriebe. Die Privatisierung von öffentlichen Unternehmen und Dienstleistungen soll beendet werden. Sie tritt ein für eine Ausweitung der demokratischen Mitwirkungsrechte in den Betrieben und Unternehmen; die wachsenden Ansprüche der Shareholder auf leistungslose Einkommen und die gefügigen Manager sind nur durch eine umfassende Demokratisierung der Wirtschaft zurückzudrängen.
- Die Arbeitszeit muss begrenzt und verkürzt werden. Öffentliche und öffentlich geförderte Beschäftigung muss ausgebaut werden.
- Die Partei "Arbeit & soziale Gerechtigkeit – Die Wahlalternative" wendet sich gegen den Systemwechsel in der Krankenversicherung durch den Übergang zum Modell der Gesundheitsprämie. Wir machen uns für das Konzept einer Bürgerversicherung stark, in der alle BürgerInnen einbezogen sind und auch auf Zinsen, Dividenden und andere Vermögenseinkommen Beiträge zur Krankenversicherung zu entrichten sind. Dies soll auch für die Renten- und Pflegeversicherung gelten.
Eine solche Politik muss sozial gerecht finanziert werden. Im Bündnis mit Gewerkschaften, Sozialverbänden und globalisierungskritischen Vereinigungen kämpft die Wahlalternative gegen die weitere Senkung des Spitzensteuersatzes und der Unternehmenssteuern und für die Konzeption der solidarischen Einfachsteuer. Die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ist für die WASG unverzichtbar, weil es in Deutschland mehr soziale Gerechtigkeit geben soll.
Der Parteitag hat bei den Neuwahlen der Führungsgremien die Zusammensetzung des Geschäftsführenden Vorstandes bestätigt und den erweiterten Vorstand mit einigen neuen Personen auf insgesamt 12 Mitglieder erweitert.