Bundestagsneuwahlen 2005

Kanzlerkandidaten zur Bundestagswahl 2005

Übersicht

A.Merkel erste deutsche Kanzlerkandidatin weiter...

Schröder tritt als Spitzenkandidat der SPD an weiter...

FDP veröffentlicht Wahlprogramm weiter...

SPD gibt Wahl-Manifest bekannt full story...

Kanzlerkandidaten der Bundestagswahl 2005

Termin 18.September 2005

Kanzlerkandidatin derCDU/CSU Dr. Angela Merkel

Angela Merkel Kanzlerkandidatin von CDU und CSU.Die Präsidien von CDU und CSU haben auf einer gemeinsamen Sitzung in Berlin die CDU-Vorsitzende Dr. Angela Merkel zur Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl 2005 nominiert.

Vorsitzende der CDU Deutschlands
Vorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion

Weil sich Politik mit Menschen verbindet -
einiges über meine Biographie:

Am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren, habe ich den größten Teil meiner Jugend in Templin in Brandenburg verbracht. Zum Studium der Physik (1973-1978) zog ich nach Leipzig. Nach Abschluss des Studiums bin ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zentralinstitut für Physikalische Chemie an der Akademie der Wissenschaften in Berlin tätig gewesen. Insbesondere die Quantenchemie war mein Forschungsfeld. Mit einer Arbeit zur Berechnung von Geschwindigkeitskonstanten von Reaktionen einfacher Kohlenwasserstoffe promovierte ich 1986 zum Dr. rer. nat..

Ende 1989 bin ich dem Demokratischen Aufbruch beigetreten, dessen Pressesprecherin ich ab Februar 1990 war. Nach den ersten freien Volkskammerwahlen am 18. März 1990 wurde ich zur stellvertretenden Regierungssprecherin der Regierung de Mazière ernannt. Im August 1990 erfolgte mein Beitritt zur CDU. Als Direktkandidatin im Dezember 1990 in den Deutschen Bundestag gewählt, vertrete ich seitdem den wunderschönen Wahlkreis 15 (Stralsund, Nordvorpommern, Rügen). Darüber hinaus bin ich 1991 bis 1994 Bundesministerin für Frauen und Jugend und von 1994 bis 1998 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gewesen.

Vom Dezember 1991 bis zu meiner Wahl zur CDU-Generalsekretärin am 7. November 1998 war ich stellvertretende Parteivorsitzende. Am 10. April 2000 wählten mich die Delegierten des Essener Parteitags zur Vorsitzenden der CDU Deutschlands. Außerdem war ich von Mai 1993 bis Mai 2000 Vorsitzende des Landesverbandes der CDU Mecklenburg-Vorpommern.

Am 24. September 2002 wählten mich die Abgeordneten von CDU und CSU mit 92,2 Prozent zur Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Wenn mir genügend Zeit bleibt, pflege ich meine Hobbies: Lesen, Wandern und Gartenarbeit.

www.angela-merkel.de

 

Kanzlerkandidat der SPD Gerhard Schröder

Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (bis 21.03.04)

Schröder wird 1944 im lippischen Mossenberg geboren und hat schon früh Verantwortung für die Familie zu tragen. Seinen Vater Fritz hat Schröder nie kennengelernt - er fällt kurze Zeit nach Gerhards Geburt als Soldat in Rumänien; sein Grab wird erst im Jahr 2000 zufällig entdeckt. Die Mutter, Schröder nennt sie bis heute „Löwe“, „weil sie sich und uns Kinder buchstäblich mit Zähnen und Klauen über Wasser gehalten hat“, bleibt ihm Beispiel: „Sie hat uns mit Putz- und Hilfsarbeiten über Wasser gehalten. Es war völlig ausgeschlossen, mich etwa zur Oberschule zu schicken. Aber sie hat nie aufgegeben. Und ich habe ihr geschworen, dass ich ihr das, was sie für uns getan hat, zurückgeben werde.“

Das ist ein Grund, warum Gerhard Schröder als Bundeskanzler solchen Wert auf eine Familienpolitik legt, „die sich wirklich auszahlt.“ Für ihn ist das keine Frage der Ideologie, sondern der praktischen Erfahrung: „Die Gesellschaft muss gerade die Mütter unterstützen, die es nicht von vorn herein leicht haben: Damit ihre Kinder, für die sie alles tun wollen, ihre Begabungen auch verwirklichen können.“

1980 wird Schröder mit 50,0 Prozent der Erststimmen seines Wahlkreises in den Deutschen Bundestag gewählt. Seine „Jungfernrede“ hält er in der Debatte über „Jugendprotest im demokratischen Staat“. Als erster Abgeordneter in der Geschichte des Bundestages tritt er dabei ohne Krawatte ans Pult, „um deutlich zu machen, wie weit sich die Politiker mit ihren formalen Vorstellungen von Anstand und Würde von der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen entfernt hatten. Nachdem 1982 CDU und FDP die Bundesregierung übernehmen, beschließt Schröder, seine politische Laufbahn im heimatlichen Niedersachsen fortzusetzen. 1983 wird er zum Vorsitzenden des SPD-Bezirks Hannover gewählt, 1986 tritt er als SPD-Spitzenkandidat bei der Landtagswahl an und unterliegt denkbar knapp. 1990 wird er schließlich in einer Koalition mit den Grünen zum niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt; ein Amt, in dem er bei den Wahlen 1994 und 1998 jeweils mit absoluter Mehrheit bestätigt wird.

In der Regierungsverantwortung in Niedersachsen konzentriert sich Schröder auf die Modernisierung der Wirtschaft, eine Politik der Nachhaltigkeit in Ökologie und Ökonomie sowie auf die Reform der Verwaltung. Schon hier wird das Regieren durch Herstellung breiter gesellschaftlicher Mehrheiten „Politik des Diskurses und der Konsensbildung„ zu Schröders “ typischen“ Politikstil. Herausragende Beispiele sind der Beginn der Gespräche über eine geordnete Beendigung der Kernenergie-Nutzung, die schließlich im Jahr 2000 unter Schröders Kanzlerschaft zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Die Reform der öffentlichen Verwaltung hin zu einem dienstleistungsorientierten Staat, der „an der Seite der Bürger steht, statt ihnen vor der Nase zu sitzen“, kommt in Schröders Regierungszeit in Niedersachsen entscheidend voran. Mehrfach macht sich der Ministerpräsident auch durch unorthodoxe Maßnahmen direkt um die Rettung von Arbeitsplätzen verdient (DASA Lemwerder, Salzgitter Stahl).

Am 27. September 1998 gewinnt die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Gerhard Schröder die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag. Mit den Stimmen einer Mehrheit aus SPD und Bündnis '90/Die Grünen wird er am 27. Oktober 1998 im Bundestag zum 7. deutschen Bundeskanzler gewählt.

Schröder ist der erste Kanzler der Bundesrepublik, der den Zweiten Weltkrieg nicht mehr unmittelbar miterlebt hat. Doch schon im ersten Jahr seiner Regierungszeit hat er eine schwerwiegende außenpolitische Entscheidung zu treffen: die Entsendung von Bundeswehr-Soldaten, um die systematischen Menschenrechtsverletzungen durch das Milosevic-Regime im Kosovo zu beenden und auf dem Balkan für dauerhafte Stabilität zu sorgen.„In meinem gesamten politischen Leben ist mir keine Entscheidung so schwer gefallen wie diese“, sagt der Bundeskanzler, der seit dem 12. April 1999 auch Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ist. „Aber das Engagement im Kosovo entsprach unserer gewachsenen internationalen Verantwortung, nachdem wir unsere nationale Souveränität zurück erlangt hatten. Und es war klar, dass ohne ein militärisches Engagement unsere politischen Initiativen (Stichwort: Balkan-Stabilitätspakt) keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätten.“

Nach einem Wahlkampf, der insbesondere von arbeitsmarktpolitischen Themen und der erstmaligen Veranstaltung zweier „TV-Duelle“ der beiden Spitzenkandidaten geprägt war, gewinnen SPD und Bündnis 90/Die Grünen am 22. September 2002 die Wahl zum 15. Deutschen Bundestag. Mit den Stimmen der Mehrheit der Regierungskoalition wird Gerhard Schröder am 22. Oktober im Deutschen Bundestag für eine zweite Amtszeit zum Bundeskanzler gewählt. Am 21. März 2004 tritt er vom SPD-Parteivorsitz zurück.

Schröder ist in vierter Ehe mit Doris Schröder-Köpf verheiratet. Sie leben mit zwei Töchtern in Hannover.

www.bundeskanzler.de

 

 

 

 

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